
Heilpädagogische Förderung
Der heilpädagogische Ansatz steht im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit. Er ist gekennzeichnet durch sorgfältige und individuelle Planung psychomotorischer, verhaltenstherapeutischer, spielpädagogischer, musiktherapeutischer, künstlerisch-kreativer und lebenspraktischer Übungen.
Dabei werden Fähigkeiten und Fertigkeiten der Beschäftigten erkannt, gestützt und genutzt und Defizite kompensiert.
Dies fördert die Integration der Beschäftigten, deren Selbständigkeit und ihren Normalisierungsprozeß im Arbeits- und Alltagsleben.
Berufliche Bildung
Mitarbeiter aus Industrie und Handwerk mit sonderpädagogischer Zusatzausbildung, Heilpädagogen, Heilerziehungspfleger, Arbeitspädagogen oder auch Ergotherapeuten übernehmen in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst die berufliche Ausbildung. Diese dauert zwischen ein und zwei Jahren und endet mit einem Zertifikat (kein anerkannter Berufsabschluss bei der IHK). Ziel ist es, dass die Beschäftigten dazu befähigt werden, ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit zu leisten.
Im Mittelpunkt steht:
- die Persönlichkeitsförderung
- die Vermittlung von fachtheoretischen und praktischen Kenntnissen
- das Auswählen eines geeigneten Arbeitsplatzes entsprechend der individuellen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Neigungen
Die Ausbildung gliedert sich in Grund- und Aufbaukurs
Grundkurs:
vermittelt Kenntnisse im Umgang mit Papier, Stoff, Ton, Peddigrohr, Weide, Metall, ebenso Kenntnisse aus Umwelt und Natur
Aufbaukurs:
Die erworbenen Kenntnisse werden nun in den Arbeitsabläufen in den verschiedenen Arbeitsbereichen wie Montage und Verpackung, Näherei, Korb- und Stuhlflechterei, Keramik, Metallbearbeitung, Gartenbau, Landschaftspflege und Büroservice umgesetzt.
Begleitende Bildungsangebote
Diese zusätzliche Angebote haben zum Ziel, das Selbstbewusstsein zu stärken, die eigene Persönlichkeit zu bilden, sich an seiner eigenen Kreativität zu freuen und sich dabei auch zu entspannen und zu erholen. Innerhalb der Arbeitszeit können durch die Beschäftigten folgende begleitende Bildungsangebote (bis zu zwei Stunden pro Woche) genutzt werden:
- Bibelkunde
- Lesen und Schreiben
- Musik und Tanz
- Laienspiel
- Keyboard
- Gitarre
- Flöten
- Schach
- Kartenspiel
- Schwimmen
- Gymnastik
- Fußball
Höhepunkte des Werkstattalltages wie Fasching, Ostern, Sommerfest, Straßenfest, Tag der offenen Tür, Weihnachtsfest werden gemeinsam mit den Beschäftigten organisiert und durchgeführt. Außerhalb des Werkstattalltages haben Beschäftigte die Möglichkeit, an zwei durch Mitarbeiter organisierten mehrtägigen Bildungsfahrten teilzunehmen.
Werkstattrat
Der Umstand, dass Menschen mit Behinderung teilweise nicht selbständig sind und nicht ohne Hilfe ihre Rechte vertreten können, bedeutet nicht gleichzeitig einen Wegfall jeglicher Mitbestimmung innerhalb der Werkstatt. Im Gegenteil, zu den folgenden Fragen ist gerade die Mitwirkung des Werkstattrates wichtig:
- Aufstellung und Änderung Werkstattordnung
- Verhaltensfragen der Beschäftigten
- Art und Qualität der Verpflegung
- Ausgestaltung von Gemeinschaftsräumen
- Ausgestaltung von Festen und Feiern
- Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit einschließlich der Pausen
In der jetzigen Vertretung arbeiten 5 demokratisch gewählte Beschäftigte mit.
- Frank Männel
- Thomas Bacher
- Ronny Ziesler
- Tanja Lorenz
- Anett Peetz

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